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Frühjahrkonzerte der Stipendiaten der Internationale Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main und Karlsruhe

Mit insgesamt fünf Konzerten in der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und dem Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie präsentieren sich die Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2013/14 vom 15. bis zum 22. März 2014.

Als Uraufführung steht das Stück „group pictures/Trio“ des derzeitigen Kompositionsstipendiaten Diego Ramos Rodriguez auf dem Programm. Er war in der vergangenen Saison bereits Stipendiat im Fach Violine und durchläuft das Stipendienprogramm derzeitig in Komposition. Der Spanier befasst sich in seinem Werk mit dem Verhältnis von Mensch zu Klängen – zu Musik. Auch zwei Werke ehemaliger Kompositionsstipendiaten werden gespielt: Vito Žurajs „Relief“, bei welchem die Flöte zwischen der Rolle als Solo- und Ensembleinstrument hin- und herschwankt, und Steingrimur Rohloffs Quartett „Schtagededong“.

Daneben stehen zentrale Werke des 20. und 21. Jahrhunderts auf dem Programm wie Karlheinz Stockhausens „Spiral“ und „Pole“, die sich mit der Komposition auf der Basis zufällig empfangener Ereignisse aus dem Kurzwellenradio befassen, sowie Werke von u.a. Pierre Boulez, George Crumb, Mark Andre, Heinz Holliger, Enno Poppe und Saed Haddad.
Auch in diesem Frühjahr bieten die neun jungen Instrumentalisten damit ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm zeitgenössischer Werke dar. Die Stipendiaten stammen aus aller Welt, sie präsentieren Werke aus den vergangenen siebzig Jahren Musikgeschichte und bieten dem Publikum somit zahlreiche Perspektiven auf die unterschiedlichen Varianten zeitgenössischer Musik und deren Entwicklung.

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) versteht sich als Ausbildungsbereich des Ensemble Modern. Sie wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, eigene Ideen der Ausbildung umzusetzen, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Heute bietet die IEMA unterschiedlichste Ausbildungsangebote an. Den Schwerpunkt bildet der einjährige Masterstudiengang „Zeitgenössische Musik“. Weiterhin gehören zum Ausbildungsprogramm der IEMA internationale Meisterkurse, Education-Projekte und das Internationale Kompositionsseminar.


Termine
Karlsruhe, ZKM | Zentrum für Kunst- und Medientechnologie, ZKM_Kubus
Quantensprünge XVIII

15. März 2014, 20 Uhr
Samir Odeh-Tamimi: Ja-Nári (2003)
Mark Andre: asche (2004)
Karlheinz Stockhausen: POLE für 2 (1970)
Pierre Boulez: Dérive 1 (1984)
Matthias Pintscher: Janusgesicht (2001)
Diego Ramos Rodriguez: Group picture/Trio (2014) (UA)

16. März 2014, 20 Uhr
Steingrimur Rohloff: Schtagededong (2010)
Georges Aperghis: Quatre pièces fébriles (1994/95)
George Crumb: Vox Balaenae for three masked players (1972)
Saed Haddad: Le Contredésir (2004)
Nikos Skalkottas: Concertino für Trompete und Klavier (1941–43)
Charles Wuorinen: Trombone Trio (1985)


Frankfurt am Main, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Kleiner Saal

20. März 2014, 19.30 Uhr
Saed Haddad: Le Contredésir (2004)
Mark Andre: asche (2004)
Karlheinz Stockhausen: Spiral (1968)
Samir Odeh-Tamimi: Ja-Nári (2003)
Matthias Pintscher: Janusgesicht (2001)
Enno Poppe: Holz (1999/2000)

21. März 2014, 19.30 Uhr
Nikos Skalkottas: Concertino für Trompete und Klavier (1941–43)
Jacques Lenot: Mit zartem Ausdruck (2006)
Heinz Holliger: Ma’mounia (2002)
Charles Wuorinen: Trombone Trio (1985)
Diego Ramos Rodriguez: Group picture/Trio (2014)

22. März 2014, 19.30 Uhr
Vito Žuraj: Relief (2007/2014)
Stefan Wolpe: Quartet for Trumpet, Tenor Saxophone,
Piano and Percussion (1950)
Pierre Boulez: Dérive 1 (1984)
George Crumb: Vox Balaenae for three masked players (1972)
György Kurtág: Hommage à R. Sch. op. 15/d (1990)
Steingrimur Rohloff: Schtagededong (2010)