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Neue Zeit- und Klangerfahrungen. Viertägiges Musikfestival cresc... widmet sich dem Zusammenhang von Musik und Zeit

Was ist Zeit? Wie lange dauert die Gegenwart? Das Phänomen »Zeit« hat den Komponisten Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) ein Leben lang beschäftigt. Seine Idee der Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist in all seinen Werkern erlebbar und hat auch die Komponistengenerationen nach ihm in ihrem musikalischen Schaffen beeinflusst. Eine Begegnung mit dem Thema »Musik und Zeit« und dem Werk Bernd Alois Zimmermanns ermöglicht das viertägige internationale Musikfestival »cresc...2013« – Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main vom 21. bis 24. November 2013. In seiner zweiten Auflage wird das Festival nicht nur von drei auf vier Tage erweitert, auch kommen neben neuen Konzertformaten als neue Kooperationspartner und Spielstätten das Staatstheater Darmstadt und die Alte Oper Frankfurt hinzu.

Die Träger des Festivals cresc...
Veranstalter von cresc... sind das Ensemble Modern und das hr-Sinfonieorchester in Kooperation mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt und der Alten Oper Frankfurt und in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Darmstadt, dem Institut für zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Ermöglicht wird die Biennale durch die Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain und weitere Projektpartner.

Zimmermanns Musik ist ein Amalgam, die Collage ein herausragendes Stilmittel. Unterschiedlichste Zeitstränge werden verwoben. Gebrauchsmusik, Jazz, serielle Musik, komplexe Formen finden sich bei Zimmermann in einem großen Ganzen. Zentrale Werke aus seinem Schaffen bilden den Rahmen der vier Festivaltage. So präsentiert das Ensemble Modern im Eröffnungskonzert Zimmermans Ballet noir »Musique pour les soupers du Roi Ubu«, und zum Abschluss realisiert das hr-Sinfonieorchester mit hr-Bigband, Solisten, Sprecher und drei Chören das monumentale »Requiem für einen jungen Dichter«. Während des Festivals sind weitere Werke Zimmermanns sowie herausragender Komponisten zu hören, die um das Festivalthema »Musik und Zeit« kreisen. Zwölf Uraufführungen, darunter auch fünf Werke von Teilnehmern des Internationalen Kompositionsseminars, zeigen wie Zimmermanns Werk heute aufgegriffen und weitergeführt werden kann. Neue Formate wie Tanzperformance, Live-Remix, Konzert-Hörspiel sowie Jugend-Projekte wie u.a. das KulturTagJahr der Altana Kulturstiftung ermöglichen ungewöhnliche visuelle Eindrücke und Hörerlebnisse. Darüber hinaus gibt es Kammer- und Orchestermusik, ein Liedrezital, Konzerteinführungen und ein Symposium.

Zu Gast bei cresc...
Herausragende Künstler und Ensembles sind zu Gast bei cresc...: das New Yorker Ensemble »Alarm Will Sound«, das Pariser Quatuor Diotima mit einem Streichquartett von Morton Feldman, die Gebrüder Teichmann mit einem Live-Remix des Eröffnungskonzerts im Frankfurter saasfee*pavillon und Christiane Oelze mit einem Liedrezital. Beim Abschlusskonzert mit Zimmermanns »Requiem« unter Leitung von Matthias Pintscher wirken neben dem hr-Sinfonieorchester auch die hr-Bigband, der WDR-Rundfunkchor Köln, der Tschechische Philharmonische Chor Brünn, die EuropaChorAkademie und die Solisten Marisol Montalvo und Leigh Melrose mit. Reinhold Friedrich wird mit Zimmermanns Trompetenkonzert »Nobody knows de trouble I see« zu Gast sein.