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Stipendiatenkonzerte der Internationalen Ensemble Modern Akademie 2009/2010

Mit vielseitigen Programmen stellen die Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) auch in der kommenden Konzertreihe in Frankfurt am Main sowie im Rahmen der Quantensprünge X am ZKM Karlsruhe die programmatische Bandbreite des gemeinsamen Masterstudiengangs »Zeitgenössische Musik« mit der Hochschule für Musik Main Frankfurt am Main vor.

Die Programme spannen einen Bogen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart und sind geprägt von den Schwerpunkten USA und Frankfreich. Zur Aufführung kommen George Crumbs ›An Idyll for the Misbegotten‹, Steve Reichs ›Triple Quartet‹, Dennis DeSantis ›Breaking Training‹ sowie als deutsche Erstaufführung Ben Johnstons ›The Demons Lover’s‹ für Trompete und naturtönig gestimmtes Klavier. Mit dieser reinen Stimmung schafft Johnston eine fremdartige Art des Tonhöhensystems, das auf Obertonserien basiert. Einen weiteren Programmschwerpunkt bilden Werke aus Frankreich: Régis Campos ›Anima‹, Gérard Griseys ›Vortex temporum‹ und Tristan Murails ›Treize couleurs du soleil couchant‹.

Daneben erklingen zentrale Kammermusikwerke der europäischen Moderne wie u.a. Béla Bartóks ungewöhnliches Werk ›Kontraste‹ – im Auftrag des ungarischen Geigers Joseph Szigeti und dem ›King of Swing‹ Benny Goodman geschrieben –, Karlheinz Stockhausens frühe elektroakustische Komposition ›KONTAKTE‹ für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug und sein Stück ›Mission und Himmelfahrt‹ aus der Oper ›Donnerstag aus Licht‹, György Ligetis ›Trio für Violine, Horn und Klavier‹ und Anton Weberns Konzert op. 24 für neun Soloinstrumente, das zu den ›Vaterwerken‹ der seriellen Musik gehört.

Hinzu kommen neue Werke der IEMA-Kompositionsstipendiaten Vito Žuraj und Ying Wang. Der 1979 geborenen Slowene Vito Žuraj nennt sein Werk ›Dropshot‹ und setzt damit die Reihe seiner Kompositionen fort, die mit Tennis-Begriffen betitelt sind. Die 1976 geborene Chinesin Ying Wang, die bei Rebecca Saunders und Michael Beil studierte und ihre neue Komposition im Studio des ZKM entwickelt hat, beschäftigt sich ›Compass‹ mit der Orientierungslosigkeit des Lebens, den Zweifeln und Entscheidungsängsten, bevor der »Kompass« Orientierung gibt.

So wartet die Internationale Ensemble Modern Akademie auch in der kommenden Konzertreihe mit einem breiten Instrumentenspektrum, Live- Elektronik und ungewöhnlichen Farb-Kombinationen auf.