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Musikalischer Expressionismus. Konzert des IEMA-Ensemble in der Akademie für Tonkunst

Das Konzert des IEMA-Ensemble am 23. August 2011 in der Akademie für Tonkunst in Darmstadt steht im Zeichen des Expressionismus. Mit Anton Weberns „Drei Stücken für Violoncello und Klavier“ und Arnold Schönbergs „Kammersymphonie op. 9“ stehen Werke zweier Hauptvertreter des musikalischen Expressionismus auf dem Programm. Auch der 1894 in Prag geborene Pianist und Komponist Erwin Schulhoff wurde entscheidend durch den Expressionismus geprägt und setzte sich für die Aufführung der Werke Schönbergs und Weberns ein. Sein früher Kompositionsstil ist geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Expressionismus, der Moderne, dem Jazz und dem Dadaismus. In diese experimentelle Schaffensphase fällt sein „Divertissement“, das seine Freude auch an jazzhafte Rhythmen und Harmonien offenbart.

Eine Alternative zum Expressionismus des Schönberg-Kreises entwickelte der Wormser Komponist Rudi Stephan, einer der großen Hoffnungen der deutschen Musik, der allerdings 28-jährig im Ersten Weltkrieg fiel. Sein schmales Œuvre zeigt das Bestreben des jungen Komponisten, in einer Zeit des Nebeneinanders unterschiedlicher Musikströmungen und -stile einen eigenen Weg zu finden. Seine „Groteske“ von 1911 ist ein den Hörer forderndes und belohnendes, knappes Meisterstück expressionistischen Ausdrucks.

Das Konzert des IEMA-Ensemble findet im Rahmen des vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain initiierten spartenübergreifenden Kooperationsprojekts „Phänomen Expressionismus“ statt.