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Die Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie mit fünf Konzerten in Frankfurt und Karlsruhe

Auch in diesem Frühjahr präsentieren die jungen Instrumentalisten der Internationalen Ensemble Modern Akademie in insgesamt fünf Konzerten vom 11. bis 17. März in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe ein breites Spektrum der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Klassiker der Moderne stehen aktuellen Kompositionen gegenüber, unterschiedlichste kompositorische Konzepte werden präsentiert. Zur Uraufführung kommen zwei Werke der IEMA-Kompositionsstipendiaten Brigitta Muntendorf und Dariusz Przybylski.

Dariusz Przybylskis Neukomposition „Green and Maroon“ ist inspiriert durch das gleichnamige Bild des Malers Mark Rothko. „behind her back“ von Brigitta Muntendorf teilt den Aufführungsort in zwei Räume, im Vordergrund agiert solistisch eine Schlagzeugerin, im hinteren Teil bilden fünf Spieler ein Reaktionsfeld. „Mich interessiert die Wechselwirkung von Solistin und Ensemble in Bezug auf die Wahrnehmung in einem audiovisuellen und räumlichen Kontext“, so die Komponistin. Szenische Aspekte bezieht auch Nicolaus A. Huber in seinem „Fingercapriccio“ mit ein. Er konzentriert sich hier auf den Nahbereich des musikalischen Materials, auf zwei Schlagzeuger, die an nur zwei Bongopaaren vielfältige Spielmöglichkeiten erproben. Ein ähnliches Mikro-Szenarium bietet auch die „Toccatina“ für Violine von Helmut Lachenmann. Demgegenüber steht der spektrale Klangreichtum von Gérard Grisey oder Tristan Murail. Mit Luciano Berios „Différences“ werden elektronische Klänge der späten 1950er Jahre der elektroakustischen Komposition „out of“ von Heiner Goebbels aus dem Jahr 2009 gegenübergestellt. Als Schlüsselwerk der Moderne steht Anton Weberns „Konzert op. 24“ auf dem Programm. Dieses wird abgerundet durch Werke von Friedrich Cerha, Steve Reich, Isang Yun, André Jolivet und Luca Francesconi.