Milosz Drogowski, Violoncello

Miłosz Drogowski wurde während seiner Studien in Polen und der Schweiz von etlichen Künstlern und Pädagogen von Weltrang unterrichtet. Als Musiker mit sehr breitgefächerten Interessen spielt er sowohl alte wie auch zeitgenössische Musik und bemüht sich, sein Wissen und seine Intuition in diesen Musikbereichen zu vertiefen. Miłosz Drogowski erhielt seine musikalische Grundausbildung bei Renata Ratajczak an der Juliusz Zarębski-Musikschule in seiner Heimatstadt Inowrocław. Von 2007 bis 2012 studierte er an der Frederic Chopin-Musikuniversität in Warschau bei Andrzej Bauer. Miłosz Drogowski setzt gegenwärtig seine Ausbildung bei der britischen Cellistin Louise Hopkins an der Hochschule der Künste Bern fort. Er war von 2008 bis 2010 Mitglied der Formation Cellonet in Warschau und trat mit dieser sehr erfolgreich bei Festivals in ganz Europa auf. Ebenso arbeitete er als Mitglied dieses Ensembles mit polnischen und ukrainischen Komponisten zusammen, deren Werke er zur Uraufführung brachte. Gelegentlich tritt er immer noch mit Cellonet beim Warschauer Herbst, dem Internationalen Festival für Zeitgenössische Musik, auf. Miłosz Drogowski hat an Meisterklassen bei Julius Berger, Umberto Clerici, Miklos Perenyi, Arto Noras, Csaba Onczay, Roman Jabłoński, Kazimierz Michalik und Andrzej Bauer teilgenommen. Er hat ebenfalls an einer Reihe von Kammermusik-Workshops teilgenommen, bei denen er mit Musikern der Alban Berg, Artis und Keller Quartette arbeitete. Als Mitglied des Chopin Piano Quintet wurde er von Hatto Beyerle, Marta Gulias, Herbert Kefer, Andras Keller, Avedis Kouyoumdjian und Peter Schuhmayer unterrichtet, worauf die Gruppe 2009 das Finale des Gianni Bergamo Wettbewerbs in Lugano erreichte. Er gewann eine Reihe von Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, z. B. 2009 den Spezialpreis für die beste Aufführung von Grave von W. Lutosławski, gefolgt von zwei Preisen für den besten polnischen Kandidaten, nämlich Konzerte in der Philharmonie von Łódź und am Masowischen Regionalzentrum für Kultur und Kunst. Er erreichte das Halbfinale des 3. Internationalen Gaspar Cassado Cello-Wettbewerbs in Hachioji (Japan). Als Solist und Kammermusiker ist er in den Philharmonien von Warschau, Częstochowa, Opole, Lvov und Łomża aufgetreten, gemeinsam mit Künstlern wie Andrzej Bauer, Bartosz Koziak, Marcin Zdunik, Agnieszka Kozło und Paweł Gusnar. 2012 nahm Miłosz Drogowski ein Cello-Solo für eine CD von Paweł Gusnar auf, die bei DUX erschien. Darauf wurde er eingeladen, Elogium für Bariton, Cello und Kammerorchester von Paweł Łukaszewski aufzunehmen, gemeinsam mit Jan Miłosz Zarzycki, der die Lutosławski Kammerphilharmonie dirigierte. Die CD ist bei Musica Sacra erschienen. Im März 2013 nahm er an einem Projekt von Kazimierz Michalik teil, bei dem kurze Solostücke als Unterrichtsvorbilder für Kinder aufgenommen wurden, wiederum vom Label DUX. Miłosz Drogowski hat breitgefächerte Erfahrung im Orchesterspiel, sei es als Stimmführer, Solist oder Mitglied der Cellogruppe. Er hat mit dem Symphonieorchester Bern, dem Chopin Academy Orcjestra, dem European Workshop for Contemporary Music, der Witold Lutosławski Philharmonie in Wroclaw, der Witold Lutosławski Kammerphilharmonie in Łomża zusammen gespielt, unter anderem auf Tourneen durch Polen, nach Deutschland, Italien, die USA und China. Miłosz Drogowski spielt ein modernes Cello, das Wojciech Topa für ihn 2008 baute.

Stand: 13.10.2014

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