Laura Endres, Klangregie

Laura Endres wurde 1986 in Basel geboren und ließ sich in Zürich und Wien zur Tonmeisterin ausbilden; in Wien erhielt sie 2014 ihr Diplom mit Auszeichnung von der Universität für Musik und darstellende Kunst. Während ihrer Studien waren ihre einflussreichsten Lehrer Jürg Jecklin, Wolfgang Musil, Jorge Sanchez-Chiong, Annegret Huber, Georg Misch, Ulrich Vette, Andreas Werner und Martin Neukom. Heute ist sie neugierig auf alles, was Ton aufnimmt, produziert oder transformiert, und sehr interessiert an der Wahrnehmung von Klang und Kultur. Daher sucht sie in ihrer Arbeit nach einer Kombination von wissenschaftlichen, emotionalen und künstlerischen Herangehensweisen.
Laura Endres nahm am NEW_AIR Projekt in Wien teil und an der ManiFeste-2014 Akademie am IRCAM in Paris. Ferner organisierte sie die 2. AES CESS, ein europäisches Gipfeltreffen für Tonmeister-Studierende. Sie war im Frühjahr als Klangregisseurin bei der IEMA eingeladen, mit der sie z. B. auf einem Containerschiff bei der Luminale und am ZKM_Kubus in Karlsruhe auftrat. Zuvor war sie die Klangregisseurin für das Stück Doppelgängerstraßen von Carina Riedel und arbeitete auch bei den Wiener Festwochen (vor allem an Iannis Xenakis‘ Oresteïa und Luca Francesconis Quartet). Außerdem war Laura Endres an Uraufführungen etlicher Komponisten beteiligt, z. B. Alessandro Baticci, Wen Liu und Cyrill Lim.
Sie arbeitet auch gern mit Klang im Film, so z. B. für den Kurzfilm Unser Lied von Catalina Molina und das erste Feature von Peter Brunner, Mein blindes Herz, die beide etliche Preise gewannen und bei Festivals weltweit gezeigt wurden. Zuletzt arbeitete sie mit dem schweizer Sound-Designer Peter Bräker an einer Dokumentation über den Künstler H. R. Giger.

Stand: 13.10.2014

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