Genoël von Lilienstern, Komponist

Genoel von Lilienstern (*1979 in Monschau) absolvierte sein Kompositionsstudium bei Younghi Pagh-Paan in Bremen und Hanspeter Kyburz in Berlin. Seine Ausbildung in Orchestration erhielt er bei Fabien Levy. Am Institut für Sonologie des Konservatoriums Den Haag studierte er außerdem Musikinformatik, u.a. bei Clarenz Barlow, Kees Tazelaar und Konrad Boehmer. Weitere wichtige Impulse erhielt er in internationalen Kunst- und Kompositionskursen, besonders durch Georges Aperghis, Douglas Repetto und Peter Eötvös. Für sein Stück Angel Exterminador für Viola und Live-Elektronik erhielt Genoel von Lilienstern 2004 einen Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse. 2007 war er Stipendiat der Akademie der Künste Berlin. Er gewann den 1. Preis beim Hanns-Eisler-Wettbewerb der Berliner Musikhochschulen sowie einen Sonderpreis der Komischen Oper Berlin (2008). Mit seiner installativen Roboter-Oper Rigolator gewann er den internationalen Musiktheater-Wettbewerb Ring.Award.off 2008 in Graz.

Gemeinsam mit der Regisseurin Beate Baron arbeitet er regelmäßig als Komponist und Dramaturg von experimentellen Musiktheaterprojekten, so z.B. bei Autland (Ruhrtriennale 2009) und Wanderland (Klangwerkstatt Berlin 2007). Seine Stücke zeichnen sich durch formale Strenge, Virtuosittät und ungewöhnlichen Einsatz von Technologie aus.


Genoel von Lilienstern erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge und arbeitete dabei mit verschiedenen Ensembles wie dem Ensemble Mosaik, Ensemble SIC Reims, Proxima Centauri Bordeaux, KNM Berlin, Ensemble Surplus, decibel Birmingham, Israel Contemporary Players, Camerata Salzburg und Orchestre National de Lorraine.

Stand: 27.9.2010

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