Steingrimur Rohloff, Komponist

Der deutsch-isländische Komponist Steingrimur Rohloff wurde 1971 in Reykjavik/Island, geboren. Er studierte Kulturpädagogik an der Universität Hildesheim, wo er Klavier-, Gesangs- und Schlagzeugunterricht erhielt. Seit 1994 studierte er mit Prof. Krzysztof Meyer Komposition an der Kölner Musikhochschule. Unterstützt von einem DAAD-Stipendium ging er 1998 an das Conservatoire national superieur de Paris. Dort studierte er Komposition mit Gérard Grisey und Marco Stroppa, Orchestration mit Marc-André Dalbavie und elektro-akustische Musik mit Laurent Cuniot und Louis Naon. 1999 wurde er für einen Aufenthalt an der IRCAM ausgewählt. Seit 2002 studiert Rohloff an der Kölner Musikhochschule Elektronische Musik bei Hans-Ulrich Humpert. Er arbeitet dort an einem neuen Werk für Klavier und Elektronik - beauftragt vom isländischen Komponistenrat.

Rohloff erhielt Preise für die Werke RELIEF für zwei Flöten und Klavier beim Forum Ost-West (1996), WAVE für Orgel und Schlagzeug bei den Saarlouiser Orgeltagen (1996) und die isländischen Lieder LOGN bei dem Edvard Grieg Grand Prix Oslo (1996). Rohloff hat bereits mehrere Ensemblewerke geschrieben. Ebenso Orchesterwerke wie SOL (uraufgeführt 1999 in Göteborg), GRAVITATION (uraufgeführt 2001 in Saarbrücken) und das Saxophonkonzert (uraufgeführt 2001 in Oslo).

Kompositionsaufträge gingen an Rohloff u.a. aus Island für die "Kulturhauptstadt Reykjavik 2000"; dem dänischen "Ensemble 2000"; der schwedischen Violonistin Cecilia Zilliacus, und dem nordischen Musikrat für das "Saxophonkonzert".

Er erhielt Einladungen zu Festivals in Island (Skálholt-Festival), Norwegen (Edvard Grieg-Grand Prix), Schweden (GAS), Finnland (UNM), Dänemark (Copenhagen Guitar-Festival), Deutschland, Holland, Frankreich. Seine Werke wurden neben diesen Ländern auch in Japan und den U.S.A. gespielt.

Stand: 27.9.2010

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