Porträtkonzert Nicolaus A. Huber

Zum Abschluss eines Workshops mit Nicolaus A. Huber präsentieren die Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie am Sonntag, den 16. Juni 2013 um 19.30 in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Anwesenheit des Komponisten ein Porträtkonzert.

Nicolaus A. Huber zählt zu den wichtigsten Komponisten der Nachkriegsavantgarde. Seine Kompositionsweise zeichnet sich durch die Vielfalt in der Reduktion aus. Er konzentriert sich auf den Nahbereich des musikalischen Materials, auf nur einen Ton, einen Klang oder eine instrumentale Geste. Gemeinsam mit ihm haben die IEMA-Stipendiaten verschiedene seiner Werke erarbeitet, die unter Anwesenheit des Komponisten aufgeführt werden.

Auf dem Programm steht u.a. das Oboenstück „Vor und zurück“, das die konsequente Reduktion seiner Musik deutlich macht: Aus einem Grundrhythmus von nur drei Tönen, der aus der 13. Diabelli-Variation von Beethoven stammt, wird das gesamte Stück abgeleitet. Auch szenische Aspekte bezieht Nicolaus A. Huber immer wieder in seinem Schaffen ein. So beinhaltet auch sein „Konzert für naturmodulierte Soli und Ensemble“ szenische Aktionen: Es begegnen sich hier das Topmodel Heidi Klum und der Schubert’sche „Doppelgänger“. Das Stück kreist um das Phänomen des Sich-Selbst-Widersprechens, etwa in der zwischen Verfremdung und Vertrautheit oszillierenden Wiederbegegnung mit Gehörtem über einen Audio-Beamer.

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