Abschlusskonzerte IEMA-Ensemble 2016-17

Das IEMA-Ensemble 2016/17 beschließt mit sieben Konzerten im Zeitraum vom 7. bis 24. September seinen Masterstudiengang „Zeitgenössische Musik“. Vier Uraufführungen junger Komponisten präsentiert es bei der „Gaudeamus Muziekweek“ in Utrecht und bringt diese im Anschluss als Deutsche Erstaufführungen in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main zu Gehör. Mit einem szenischen Konzertabend ist das Ensemble zu Gast im ZKM Karlsruhe.

Im Rahmen des Musiknetzwerks „Ulysses“ haben vier junge Komponisten neue Werke mit dem IEMA-Ensemble erarbeitet, die am 7. September bei der „Gaudeamus Muziekweek“ uraufgeführt werden. Die Neukompositionen sind am 18. September (19.30 Uhr) in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main zu erleben. Bei „Nue“ ließ sich Yukiko Watanabe, aktuelle Kompositionsstipendiatin der IEMA, von der japanischen Kunstbewegung „Mono-ha“ inspirieren und bezieht die individuelle Erinnerung der Musiker in Form privater alter Fotografien mit in ihr Werk ein: eine spannende Sicht auf Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“. Mit „Song & Dance“ zeichnet die Belgierin Maya Verlaak einen Prozess der Zergliederung, des Umbaus und der Neuentstehung eines bestehenden musikalischen Gedankens nach. Genevieve Murphy, die in ihrem Stück „Squeeze Machine“ selbst auf der Bühne agiert, bezieht Inspiration aus dem gleichnamigen medizinischen Gerät, das vor allem Patienten mit autistischen Zügen zur Beruhigung dienen soll. In „und“ komponiert Utku Asuroglu verschiedene Lösungsansätze eines kompositorischen Problems aus, mal aggressiv, selbstzerstörerisch, mal rekursiv. An den vorangehenden Abenden (16. und 17. September, 19.30 Uhr) erklingen Werke von u.a. Mauricio Kagel, Dai Fujikura und Mark Applebaum.

Die Konzertserie schließt am 24. September (20 Uhr) im ZKM Karlsruhe mit einem szenischen Konzertabend. Gemeinsam mit Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft (ATW) setzen die Stipendiaten Werke von John Zorn, Pierre Boulez und Thierry de Mey musikalisch-performativ in Szene. Ständig neue Gemeinschaften von Musikern und Publikum blitzen auf und vergehen.

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